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04.11.2020 VW-Abgasskandal Sensationsurteil im Diesel-Abgasskandal: LG Augsburg verurteilt VW aufgrund des Software-Updates zum EA189 zu Schadenersatz

Der Diesel-Abgasskandal ist für VW noch nicht zu Ende. Das Landgericht Augsburg hat VW aufgrund des aufgespielten Software-Updates am Dieselmotor EA189 verurteilt. Der Kläger hatte seinen VW Jetta 2,0 TDI im Jahr 2013 erworben. Der Kläger erhob Klage im Jahr 2020. Das Problem, das sich stellte, war, dass Ansprüche bezüglich des Motors EA189 unter Umständen bereits zum 31.12.2019 verjährt sind, da der Kläger die Aufforderung zum Aufspielenlassen des Updates bereits im Jahr 2016 erhielt. Die Kanzlei Wawra und Gaibler argumentierte, dass das Update eine neue illegale Abschalteinrichtung enthielt und das Aufspielen des Updates ein neues sittenwidriges Verhalten von Volkswagen darstelle. Die Verjährungsfrist von 3 Jahren begann somit nach der Argumentation von Wawra und Gaibler Rechtsanwälte erst mit der Kenntniserlangung des Klägers vom manipulierten Update, also erst im Jahr 2020. Das Landgericht Augsburg hielt diese Argumentation für schlüssig und verurteilte VW zur Zahlung von 14.148 Euro nebst vorgerichtlicher Rechtsanwaltskosten gegen Rückgabe des Fahrzeugs (Az. 033 O 1037/20 – noch nicht rechtskräftig). Für die das Verfahren führende Kanzlei Wawra und Gaibler Rechtsanwälte ist das Urteil bemerkenswert. Denn der Kläger hatte seine Klage nach der Begründung vieler Oberlandesgerichte eigentlich zu spät eingereicht, wenn er damit argumentiert hätte, beim Kauf getäuscht worden zu sein. Durch die erneute sittenwidrige Täuschung durch das Software-Update kann die Hürde der Verjährung aber umschifft werden.

Vom Abgasskandal betroffen? Ihre Möglichkeiten:

1. Auto zurückgeben und Kaufpreis zurückerhalten

Sie haben Ihren Diesel neu oder gebraucht gekauft? Oder es ist ein Leasing Fahrzeug? Dann können Sie sich möglicherweise Ihren Kaufpreis zurückholen.
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Ohne Rechtschutzversicherung Klagen

Sie müssen keine hohen Anwalts- oder Gerichtsgebühren fürchten. Wir arbeiten mit einem Prozesskostenfinanzierer zusammen, sodass für Sie keine Kosten anfallen. Dies ermöglicht auch Mandanten den Gang vor Gericht, die nicht über die notwendigen finanziellen Mittel verfügen und das im Ernstfall bis zum Bundesgerichtshof.

Softwareupdate aufgespielt, kann ich jetzt nicht mehr Klagen?

Doch, Sie können selbstverständlich mit besten Erfolgsaussichten klagen! Die Hersteller übernehmen für das Update keine Garantie! Dieselautos mit Softwareupdate sind ein Risiko.
Der Schaden, der sich für die Besitzer aus dem Softwareupdate ergeben kann, ist groß.
Die Probleme, die von Mandanten an uns herangetragen wurden, sind vielfältig.

Dazu gehören u.a.:
• Höherer Spritverbrauch
• Lebenserwartung des Motors sinkt
• Wesentlich geringerer Wiederverkaufswert
• Leistungsverlust des Motors
• Stilllegung des Kfz
• Update schützt nicht vor den Fahrverboten, die es bereits in vielen deutschen Städten gibt

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