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22.01.2021 VW-Abgasskandal – Bereits 16 Landgerichte verurteilten die Volkswagen AG zu Schadensersatz wegen vorsätzlicher sittenwidriger Schädigung beim Motor EA288. Kostenlose Ersteinschätzung!

Nach Recherchen von „Report Mainz“ liegen neue Hinweise vor, dass auch beim Dieselmotor EA 288, welcher der Nachfolger des VW „Skandal-Diesels“ von vor etwa fünf Jahren ist, Abschalteinrichtungen eingebaut wurden.

Bei Abgas-Tests mit einem Golf 7 (EA 288 Motor) ergaben Messungen, dass die Emissionen im Verkehr deutlich höher liegen, als auf dem Prüfstand und als bei Prüfstandtests erlaubt.

Eine weitere wichtige Erkenntnis aus diesen Tests ist, dass die Außentemperatur die sogenannte Abgasreinigung beeinflusst, was von den Herstellern als „Thermofenster“ bezeichnet wird.

Bereits im April sprach sich die Generalanwältin des EuGH für eine Verurteilung dieser „Thermofenster“ aus, wohingegen VW diese Abschalteinrichtung zum Zwecke des „Motorschutzes“ für legal hält.

VW führt bei Gerichtsverfahren immer wieder Belege des Kraftfahrbundesamts (KBA) an, das 2016 - trotz rund zehnmal höherer Stickstoff-Emission auf der Straße als auf dem Prüfstand - zu keinem Manipulationsverdacht kam.

Fragwürdig sind auch die Aussagen des KBA zum VW Touareg 3.0. Dieser wurde zunächst vom Manipulationsvorwurf freigesprochen, rund ein Jahr später erging jedoch ein amtlicher Rückruf für ebendieses Fahrzeug, wegen „unerlaubter Abschalteinrichtungen“. Ebenso könnte es sich beim Motor EA288 verhalten.

Die Aussage „dass keine als unzulässig einzustufenden Abschaltvorrichtungen festgestellt werden konnten“ erklärte das KBA auf Nachfrage von „Report Mainz“ nicht.

Die Kanzlei Wawra & Gaibler dies für eine vorsätzliche sittenwidrige Schädigung und auch Gerichte befassen sich bereits mit dem Sachverhalt.

16 Landgerichte haben VW mittlerweile zur Rücknahme von Fahrzeugen mit „unerlaubten Abschalteinrichtungen“ verpflichtet.


Die Landgerichte Darmstadt und Oldenburg verurteilten die Volkswagen AG kürzlich in zwei weiteren Entscheidungen erneut wegen vorsätzlicher sittenwidriger Schädigung. Die Urteile gehen davon aus, dass der

Motor EA288 mit einer sog. illegalen Abschalteinrichtung versehen ist, die dafür sorgt, dass die Abgasreinigung nur auf dem Prüfstand und nicht im normalen Fahrbetrieb auf der Straße arbeitet. Volkswagen wurde

vom Landgericht Darmstadt dazu verurteilt, einen Skoda Octavia 2.0 Liter zurückzunehmen und an den Kläger 20.770 Euro zu bezahlen (Az. 13 O 88/20). Vor dem Landgericht Oldenburg war ein Audi A3 2.0 TDI

streitgegenständlich. Auch hier muss die Volkswagen AG den Wagen zurücknehmen, Schadensersatz und sämtliche Gerichtskosten zahlen und den Kläger von den außergerichtlichen Anwaltskosten freistellen (Urteil vom 06.10.2020, Az.: 1 O 939/20).

„Die Urteile sind konsequent und richtig. Der Bundesgerichtshof hat im Mai 2020 klar entschieden, dass den Eigentümern von Fahrzeugen mit verbotener Abschalteinrichtung Schadenersatzansprüche zustehen.

Entgegen den Behauptungen von Volkswagen ist auch der Motor EA288, der Nachfolgemotor des Skandalmotors EA189, mit einer rechtswidrigen Software ausgestattet. Dies haben nun auch die Landgerichte

Darmstadt und Oldenburg klar festgestellt,“ resümiert Rechtsanwalt Dominik Wawra.

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