Auch Benziner von Volkswagen, Audi, Seat und Skoda sind laut Gerichtsgutachten vom Abgasskandal betroffen.

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Business Insider titelt:

„Der Zahnrad-Trick: Porsche manipulierte offenbar das Getriebe von Testfahrzeugen, um den CO2-Ausstoß zu schönen – jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft“

Was ist geschehen? Die Hersteller müssen, damit Sie eine Zulassung für ein bestimmtes Fahrzeug bekommen, Referenzfahrzeuge testen lassen. Die Prüfbehörde prüft, ob das Referenzfahrzeug den gesetzlichen Vorschriften entspricht. Da die Hersteller und Prüfbehörden nicht jedes einzelne von hunderttausenden Fahrzeugen, die verkauft werden, einer solchen Prüfung unterziehen können, werden eben nur bestimmte Referenzmodelle getestet. Jedes Fahrzeug aber, das auf die Straße kommt, erhält eine sog. Übereinstimmungsbescheinigung und wird vom Hersteller persönlich unterzeichnet. Mit dieser Übereinstimmungsbescheinigung garantiert der Hersteller, dass das Fahrzeug, das in den Verkauf geht, exakt mit dem getesteten Referenzfahrzeug übereinstimmt.

Doch hier soll Porsche betrogen haben. Business Insider berichtet, dass Porsche bei behördlichen Kontrollen, die die Übereinstimmung der in Betrieb befindlichen Fahrzeuge mit der Typengenehmigung sicherstellen sollen, manipuliert habe. In internen Unterlagen heiße es, dass die sogenannte „Übersetzung“ bei den Prüffahrzeugen entscheidend verändert wurde. Dabei handele es sich um die Kraftübertragung durch Zahnräder innerhalb des Getriebes. So ermögliche eine kurze Übersetzung höhere Beschleunigungswerte. Bei einer langen Übersetzung sei dagegen der Kraftstoffverbrauch geringer. Nach Recherchen von Business Insider verbaute Porsche bei Prüffahrzeugen offenbar andere Zahnradgrößen im Getriebe, machte das Fahrzeug dadurch weniger dynamisch und reduzierte den Spritverbrauch bzw. CO2-Ausstoß. Der Verdacht: Nur so konnte Porsche die Katalogwerte bestimmter Modellvarianten erfüllen. Allerdings ist es unzulässig, wenn das Prüffahrzeug nicht mit der Serienproduktion übereinstimmt.

Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Porsche

Die Staatsanwaltschaft Stuttgart, das Kraftfahrtbundesamt (KBA) und die amerikanischen Umweltbehörden haben nun Ermittlungen aufgenommen. Laut Business Insider bestätigten mittlerweile Porsche-Mitarbeiter den Zahnrad-Trick.

Rechtsanwalt Dominik Wawra: „Der Zahnradtrick stellt eine verbotene Manipulation an den Porsches dar. Die betroffenen Fahrzeuge fahren derzeit – strenggenommen – ohne Typengenehmigung. Die betroffen Porsche-Fahrer müssen mit Rückrufen und Wertverlust rechnen. Dazu haben Sie einen höheren Spritverbrauch als angegeben.“

Betroffene Fahrzeuge:

Porsche der 911er Baureihe der Jahre 2008-2016

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